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Das Thema Nachhaltigkeit wurde insbesondere in den letzten Jahren immer bedeutsamer in allen Lebensbereichen. Immer mehr Menschen achten darauf, einen möglichst umweltfreundlichen Konsum zu pflegen. Sowohl in der Mode als bei im Bereich verschiedener Lifestyle-Produkte haben Sie die Möglichkeit, mit vielen kleinen Schritte große Veränderungen zu bewirken. Insbesondere sogenannte Fast Fashion hat einen starken negativen Einfluss auf die Umwelt und Gesellschaft. Viele große Modeketten lassen Bekleidung in Ländern fernab von Europa günstig produzieren. Nicht nur sind die Qualitätsstandards dadurch nachlässig, auch werden die Menschen, die für diese Ketten arbeiten, finanziell ausgebeutet. Ein nachhaltiger Konsum wiederum unterstützt die Gesellschaften vor Ort, sorgt für umweltschonende Produktionen und sichert langlebige Qualitätswerke.

Nachhaltige Modeoptionen – diese Aspekte zählen

Green Fashion beinhaltet mehrere Aspekte. Zu den wichtigsten zählen:

  1. biologische und recycelte Materialien
  2. faire Herstellungsprozesse
  3. Zertifizierungen und Qualitätsstandards

Im Bereich der Materialien spielen vor allem biologische und recycelte Materialien eine große Rolle. Modeanbieter, die auf umweltfreundliche Materialien Wert legen, verwenden beispielsweise Baumwolle aus biologischem Anbau oder recycelten Materialien wie recyceltes Plastik. Dadurch werden nicht nur bessere Bedingungen geschaffen, sondern auch Ressourcen eingespart. Der hohe Verschwendungsgrad an Ressourcen nimmt dadurch ab und weniger Müll fällt an. Beim biologischen Anbau ist vor allem der Faktor der eingesetzten Schadstoffe wichtig. Biologisch angebaute Baumwolle wird beispielsweise nicht mit allzu giftigen Pflanzenschutzmitteln besprüht. Umweltfreundliche Hersteller achten außerdem auf umweltschonende Färbungen, verzichten häufig auf tierische Materialien und nutzen robusten Inhaltsstoffe, die lange halten.

Sicherlich haben Sie außerdem bereits viele Fair-Trade-Label auf dem Markt gesehen. Dies kann ein guter Hinweis auf ethische Produktionspraktiken sein. Wichtig ist, dass Sie sich grundsätzlich gut mit dem jeweiligen Unternehmen auseinandersetzen. Bekannte Modemarken, die nach möglichst hohen ethischen Standards arbeiten, sind unter anderem Fuxbau, People Tree, Armedangels und hessnatur. Diese Liste ist keineswegs abschließend, gibt Ihnen aber einen guten Startpunkt.

Ein Fair-Trade-Label ist ein guter Indikator dafür, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter – beginnend mit der Produktionsstätte bis hin zum Verkäufer – nicht ausbeuten. Viele große Modeketten bezahlen Mitarbeiter in Ländern wie Bangladesch, Indien und anderen fernab von Europa nur wenige Cents pro Kleidungsstück. Gleichzeitig haben die Mitarbeiter lange Arbeitszeiten ohne Pausen, keine bezahlten Urlaubstage und oftmals nicht mal gute Arbeitsbedingungen vor Ort (harte Arbeit, die körperliche Beschwerden bringt). Modelabels, die Wert auf nachhaltige Mode legen, handeln anders. Vergessen Sie bei Ihrer Recherche nicht, dass ein Fair-Trade-Label genau wie viele andere Labels Geld kosten. Zertifikate müssen meistens bezahlt und aktiv beantragt werden. Das Label ist zwar ein guter Indikator für die Einhaltung bestimmter Richtwerte, allerdings gibt es durchaus Modemarken ohne Label, die ebenfalls nach ethischen Praktiken handeln. Zudem können die einzuhaltenden Standards je nach Label sehr unterschiedlich ausfallen.

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Nachhaltige Produkte für den Alltag

Neben der Mode gibt es noch viele andere Bereiche zum Thema Lifestyle, die umweltfreundlicher gestaltet werden können. Denken Sie einmal darüber nach, welche Gegenstände und Produkte Sie täglich in Ihrem Haushalt benutzen: Reinigungsmittel, Beauty-Produkte und Lebensmittelverpackungen stehen sicherlich weit oben auf der Liste.

Nachhaltig pflegen und reinigen

Derzeit gibt es viele Marken, die nachhaltige Reinigungs- und Beauty-Produkte auf den Markt bringen. Achten Sie auch hier auf Label und Inhaltsstoffe in gut ausgestatteten Supermärkten, Drogerien und Reformhäusern. Sie können direkt in einen Bio-Laden gehen, häufig reicht jedoch auch der Gang zu Ihrem regulären Supermarkt um die Ecke.
Viele Verschmutzungen gerade kleinere Bereiche und Verkalkungen lassen sich daneben auch mit Hausmitteln entfernen – beispielsweise mit einer Mischung aus klarem Essig, ein wenig Spülmittel und Wasser. Auch Zitronensäure ist ein praktisches Hausmittel in diesem Bereich.

Verpackungsmüll vermeiden

Achten Sie beim Shopping nach Möglichkeit generell auf wenig Verpackung. Immer mehr Marken bieten beispielsweise Reinigungsmittel und Beauty-Produkte mit minimaler Verpackung an. Seifen, Waschmittel, Haarpflege- und Duschpflegemittel gibt es immer öfter in fester Form – ganz ohne Plastikverpackung. Auch im Supermarkt werden Sie gerade bei Lebensmitteln immer wieder verschiedene Auswahlmöglichkeiten haben.

Möglicherweise haben Sie in Ihrer Nähe sogar einen Unverpackt-Laden. Dort bringen Sie einfach ein Gefäß ihrer Wahl mit und füllen es mit den Produkten direkt vor Ort. So sparen Sie beispielsweise immer wieder neue Plastikverpackung für Müsli, Nudeln, Mehl und ähnliches. Wenn Sie einen Wochenmarkt in der Nähe haben, ist dies ebenfalls eine gute Option. Auch dort können Sie ohne Plastikverpackung einkaufen gehen. Bringen Sie einfach eine Papiertüte oder Ihren eigenen Korb mit. Zudem haben Sie dort eine große Chance, regional zu kaufen und lokale Anbieter zu unterstützen. Gleichzeitig begeben Sie sich in ein entspanntes soziales Umfeld und sind an der frischen Luft.
Wenn Sie doch auf den Kauf von Verpackungen angewiesen sind, achten Sie auf den Mehrweg und die Recycelfähigkeit. Mehrwegflaschen sind beispielsweise die beste Alternative im Bereich der Getränkeflaschen. Verpackungen, die bereits aus recyceltem Material bestehen oder selbst recycelbar sind, sind bessere Alternativen zu nicht-recycelbaren Produkten. Grundsätzlich lohnt es sich zudem, Plastik zu vermeiden und auf Stoff oder Papier auszuweichen.

Praktische Tipps für einen grüneren Lebensstil

Für einen umweltfreundlichen Lebensstil gibt es zahlreiche Tipps. Sie müssen nicht von einen Tag auf den anderen Ihr ganzes Leben umkrempeln, sondern können klein anfangen. Viele kleine Veränderungen, die Sie kaum Aufwand kosten werden, sorgen schrittweise für einen nachhaltigeren Lifestyle.

Kleidung und Accessoires nachhaltig einkaufen

Kleidung und Accessoires machen bei vielen Menschen einen großen Bestandteil des Lifestyles aus. Wenn Sie ebenfalls davon betroffen sind, ist dies eine hervorragende Kategorie, um Ihr Leben nachhaltiger zu gestalten. Versuchen Sie Fast-Fashion zu vermeiden und sich auf nachhaltigere Marken zu konzentrieren. Noch besser ist Second-Hand-Mode. Besuchen Sie Second-Hand-Läden vor Ort oder kaufen Sie gebrauchte Kleidung aus dem Internet (beispielsweise über Websites wie Vinted). Kleidertausch-Veranstaltungen sind ebenfalls eine großartige Möglichkeit, gebrauchte Mode zu wählen.

Haben Sie Kleidungsstücke zuhause, die Sie nicht mehr anziehen? Fragen Sie Freunde und Bekannte, ob sie Ihnen jemand abnehmen möchte. So verschwenden Sie keine Ressourcen und Ihre Freunde freuen sich wahrscheinlich über die neuen Fundstücke.
Setzen Sie generell auf Pflege und Reparatur. Kaufen Sie möglichst hochwertige Waren ein, die Sie reparieren können. Gute Schuhe können Sie zum Beispiel sehr häufig mehrfach zum Schuster bringen, bevor Sie sich von ihnen verabschieden müssen. Wenn Sie Ihre Produkte außerdem gut pflegen, halten Sie wahrscheinlich länger.

Nachhaltige Alltagsangewohnheiten und Konsumverhaltensweisen

Abgesehen vom Bereich der Mode gibt es viele andere Anlaufstellen, um Ihr Konsumverhalten umweltbewusster zu gestalten. Die folgende Liste gibt Ihnen viele Anregungen, die Ihr alltägliches Leben betreffen:

  • Reduzieren Sie generell Einwegprodukte und setzen Sie auf wiederverwendbare Alternativen (beispielsweise Einwegbesteck, Einwegbeutel, Einweggrill, Einwegflaschen, etc.).
  • Versuchen Sie Müll zu vermeiden, indem Sie gebrauchte Dinge wiederverwenden oder zu recyceln.
  • Wählen Sie umweltfreundliche Produkte im Rahmen Ihrer Ernährung: Dies gelingt beispielsweise durch das Reduzieren von tierischen Produkten, den Kauf biologischer Produkte, das Unterstützen lokaler oder regionaler Anbieter sowie das Konsumieren saisonaler Produkte.
  • Setzen Sie möglichst häufig auf nachhaltigere Transportmittel wie den ÖPNV, den Fußweg oder das Fahrrad.
  • Kaufen Sie nach Möglichkeit Second-Hand-Ware ein.
  • Leihen Sie Produkte oder teilen Sie mit Freunden, Nachbarn und Kollegen, bevor Sie neu kaufen; kaufen Sie nur, was Sie auch wirklich brauchen und nutzen.
  • Setzen Sie generell auf kurze Transportwege und kaufen Sie möglichst vor Ort ein (gehen Sie doch mal wieder in einen Buchladen anstatt bei Online-Händlern einzukaufen).

Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung

Das Konsumverhalten der Menschen hat große Auswirkungen auf die Umwelt und Gesellschaft. Es geht hierbei nicht nur darum, die natürlichen Ressourcen und Naturlandschaften zu schützen. Natürlich ist auch dies ein wichtiger Faktor. Niemand muss heute mehr hören, welche drastischen Konsequenzen eine Welt ohne Wälder, Regenwälder und sauberes Wasser hat. Aber es geht auch um den Schutz der Gesellschaft. Große Konzerne zerstören nicht nur die Umwelt, sondern sorgen auch dafür, dass ärmere Länder ausgebeutet werden. In vielen Ländern werden die Ressourcen vor Ort zerstört. Immer mehr Menschen werden dadurch abhängig von großen westlichen Monopolen. Menschen müssen ihre Heimat verlassen, da sie vor Ort keine Arbeit finden und auch sonst keine guten Zukunftsaussichten haben.

Nachhaltiger Konsum bedeutet Empowerment. Wer auf nachhaltige Marken und Verhaltensweisen setzt, setzt seine Stimme auch für faire Lebensverhältnisse ein. Unterstützen Sie beispielsweise Marken, die auf faire Arbeitsverhältnisse setzen, ermöglicht dies Arbeiterrechte in vielen Ländern. Dazu gehören vernünftige Arbeitszeiten, faire Löhne und angenehmere Arbeitsbedingungen. Viele scheinbar kleine alltägliche Handlungen ermöglichen weltweit nach und nach bessere Lebensverhältnisse für jeden zu kreieren.

Zukunftsausblick und Herausforderungen nachhaltiger Mode

In den letzten Jahren nahm die Entwicklung in der nachhaltigen Mode- und Lifestyle-Branche stark zu. Immer mehr Menschen sehnen sich nach zukunftsträchtigen Alternativen. Die Auswahl alternativer Marken und ressourcenschonender Möglichkeiten wird immer größer. Gleichzeitig steht die Gesellschaft immer noch großen Herausforderungen gegenüber. Nachhaltig zu produzieren bedeutet auch, dass mit Billigpreisen großer Konzerne nicht konkurriert werden kann. Gerade bei schnelllebigen Branchen wie der Modeindustrie kommt hinzu, dass viele Menschen von langfristigen Lösungen schwer zu überzeugen sind. Wer jede Saison die neueste Mode besitzen möchte, stört sich oft nicht daran, dass die Bekleidungsstücke entsprechend schnell kaputt gehen. In vielen Bereichen muss ein Wandel vollzogen werden. Was nicht unterschätzt werden darf, ist jedoch die Stimme, die jeder kleine Schritt setzt.

Fazit

Mit vielen kleinen Veränderungen in Ihrem Alltag haben Sie Möglichkeit, einen nachhaltigen Lifestyle zu gestalten. Denken Sie daran, dass jede Kaufentscheidung wie der Stimmzettel im Rahmen einer politischen Wahl ist. Sie setzen damit ein Zeichen für Veränderungen. Auch wenn die Branche noch vielen Herausforderungen gegenübersteht, ist merklich, dass sich in den letzten Jahren viel verändert hat.

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